Alarmierung durch die ILS Allgäu (seit Januar 2010)

Mit Betriebsbeginn der ILS Allgäu (Januar 2010) werden die Feuerwehr-Notrufe der Landkreise Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu bzw. der kreisfreien Städte Kempten und Kaufbeuren entgegen genommen und die entsprechenden Feuerwehren alarmiert.

Seit März 2010 werden auch die Einsätze des Bayerischen Roten Kreuzes (mit Wasserwacht und Bergwacht) der o.g. Landkreise und kreisfreien Städte über die ILS Allgäu abgewickelt.

Seit diesem Zeitpunkt gilt auch die einheitliche Notrufnummer 112 für die o.g. Landkreise und kreisfreien Städte!

Notruf 112

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WIE VIELE Betroffene/Erkrankte
WARTEN auf Rückfragen

Krankentransport: 0831/19222
Gehörlosennotruffax: 0831/96096682

Alarmierung durch die Polizei (bis Januar 2010)

Bis Januar 2010 erfolgt die Alarmierung im Landkreis Ostallgäu über "BASIS", ein Programm des Bayerischen Innenministeriums, computergesteuert. Während man früher vor jeder Alarmierung die Alarmkartei für das entsprechende Objekt aus einem Ordner heraussuchen und die Kennung der jeweiligen Einheiten per Hand in den Alarmgeber eingeben mußte, wird diese Aufgabe heute vom Computer erledigt. Neben der Verkürzung der Alarmierungszeit und der Entlastung der Polizeibeamten sind so Fehlalarmierungen durch Eingabefehler weitgehend ausgeschlossen.

Das Modul "Alarmierung" unterstützt die rechnergesteuerte Alarmierung der Einsatzkräfte, sowohl über analoge als auch digitale Alarmgeber. In diesem Modul ist es auch möglich Probealarmierungen oder die Alarmierung einzelner Einsatzkräfte auszulösen.

Um eine Alarmierung nach den vorher festgelegten Alarmplänen durchzuführen, muß der Button "Notrufaufnahme" angeklickt oder die F9-Taste gedrückt werden.

Nun öffnet sich ein Dialogfenster, in dem sämtliche Objekte für die ein Alarmplan besteht, aufgelistet sind. Nun muß nur per Maus oder Tastatur das gewünschte Objekt ausgewählt werden. Objekte können Städte, Gemeinden, Ortsteile, größere Objekte, wie Krankenhäuser, Firmen aber auch Autobahnabschnitte oder Gewässer sein.

Im diesem Fenster muß man die entsprechende Alarmstufe auswählen,
diese sind in Bayern in sieben Stufen unterteilt. Außerdem besteht die Möglichkeit einen Text zu dem entsprechenden Einsatz, wie z.B. die genaue Anschrift o.ä., zu hinterlegen. Nach der Auswahl der Alarmstufe erfolgt automatisch die Alarmierung.

Nach der erfolgten Alarmierung ist dieses Einsatzformular am Bildschirm zu sehen. Hier kann auch, soweit ein Kennungsauswerter angeschlossen ist, kontrolliert werden ob jede Schleife ordnungsgemäß ausgelöst wurde. (Dies sieht man im Feld "Alarmiert)
Wurde eine Schleife nicht richtig ausgelöst, erfolgt nach einer gewissen Zeit automatisch die Wiederholung der nicht ordnungsgemäß ausgelösten Alarmschleifen.

In einer Übersicht werden alle laufenden Einsätze aufgelistet. Durch Auswahl der entsprechenden Zeile öffnet sich das nachstehende Fenster.
Sobald ein Einsatz für eine Feuerwehr besteht, erkennt dies BASIS automatisch und weist bei einem erneuten Einsatz für diese Feuerwehr darauf hin, daß die Einheit bereits alarmiert ist und löst keinen zweiten Alarm für diese Einheit aus.
(Es ist aber auch möglich, daß die Einheit trotzdem ein zweites Mal alarmiert wird).

Alle laufenden Einsätze können mit diesem Formular weiterbearbeitet werden.
So kann die Alarmstufe verändert werden, es können weitere Einheiten, Fahrzeuge, Geräte oder Material nachalarmiert werden. Zu den Objekten, Gemeinden und deren wichtigen Stellen, sowie zur Führungsgruppe Katastrophenschutz können wichtige Informationen abgerufen werden.
Ein genaues Einsatzprotokoll, mit Alarmzeiten etc. kann ebenfalls von hier aus abgerufen werden. Dieses Einsatzprotokoll wird jedoch auch abgespeichert, so daß auch später eine genaue zeitliche Darstellung des Einsatzes möglich ist.

BASIS ist ein Produkt der HÖRMANN GmbH, D-85614 Kirchseeon

Notruf 112 jetzt auch für den Rettungsdienst

Mit der Einführung der Integrierten Leitstellen wird für die Bürgerinnen und Bürger in Bayern ein neuer Qualitätsstandard geschaffen:
Anstelle von unterschiedlichen Rufnummern für Feuerwehr (112) und Rettungsdienst (19 222) wird es flächendeckend in Bayern neben der Nummer 110 für die Polizei nur noch die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 geben.

Quelle: StMI Bayern