Rauchmelder

RAUCHMELDERPFLICHT IN BAYERN!!!

Einbaupflicht
für Neu- und Umbauten: ab 01.01.2013
für bestehende Wohnungen: bis 31.12.2017

Mindestens ein Rauchwarnmelder ist einzubauen in allen
Schlafräumen
Kinderzimmern
Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen

Verantwortlich
für den Einbau: der Eigentümer
für die Betriebsbereitschaft: der Besitzer (bei Mietwohnungen = Mieter)

Hinweise zur Rauchmelderpflicht in Bayern von der Obersten Baubehörde im Bayern Staatsministerium des Innern.

Gleich zu Beginn: Die gefährlichsten Mythen, um sich keinen Rauchmelder anzuschaffen:

"Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit die Wohnung zu verlassen."
Falsch!
Sie haben im Durchschnitt nur 4 Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach 2 Minuten tödlich sein.

"Meine Nachbarn oder meine Haustiere werden mich rechtzeitig alarmieren."
Falsch!
In 2 Minuten ist das nicht möglich. Besonders nachts, wenn Ihre Nachbarn schlafen und die Haustiere nicht in Ihrem Schlafzimmer sind.

"Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher."
Falsch!
Häufig sind elektrische Defekte Brandursache. Auch Brände bei den Nachbarn oder auch Brandstiftung treffen Sie unverschuldet.

"Steinhäuser brennen nicht."
Falsch!
Das Mauerwerk vielleicht nicht, aber alles andere. Und wie weiter unten beschrieben erzeugen Kunststoffe, wie z.B. Ihre Sessel, den giftigen Qualm.

"Rauchmelder sind zu teuer."
Falsch!
Sie sind das beste Mittel zur Vorbeugung in Privathaushalten.
Sie sollten sich fragen, wie viel Ihnen Ihr Leben wert ist!

Zahlen und Fakten zur Brandgefahr in Deutschland:
Bei 200.000 Bränden pro Jahr werden etwa:

  • 600 Menschen getötet
  • 6.000 Menschen schwer verletzt
  • 60.000 Menschen leicht verletzt
  • 75 % aller Brandtoten verlieren durch eine Rauchvergiftung, nicht durch das Feuer, ihr Leben.
  • 80 % aller Brandtoten kommen in den eigenen vier Wänden ums Leben, nicht am Arbeitsplatz.
  • 2/3 aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.
  • Gegen Sachschäden (über 1 Milliarde Euro im Privatbereich pro Jahr) können Sie sich versichern.


Ausführliche Infos zu Rauchmeldern erhalten Sie auf der Internetseite www.rauchmelder-lebensretter.de.

So funktioniert ein Rauchmelder

Die Sensoren eines Rauchmelders arbeiten nach dem optischen Prinzip, d.h. in der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen.

Fazit: Bereits das Einatmen nur einer Lungenfüllung Brandrauch kann tödlich sein!

Ein Rauchmelder kann Sie und Ihre Familie vor dem Schlimmsten schützen! Er warnt rechtzeitig durch einen lauten Ton, auch wenn Sie schlafen! Hierdurch erhalten Sie den nötigen Vorsprung, um Ihre Familie und sich selbst in Sicherheit zu bringen und um anschließend den Feuerwehrnotruf 112 (europaweit) zu wählen!

In Sachen Rauchmelder ist Deutschland ein Entwicklungsland. Wenn Sie helfen wollen, dies zu ändern, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Irrtümer im Vorfeld und falsches Verhalten im Brandfall können Leben kosten:
Die Vorstellung die Wohnung bei einem Brand noch rechtzeitig verlassen zu können, ist in den überwiegenden Fällen falsch, denn:

  • Bei einem Wohnungsbrand ist alles dunkel, denn der Rauch versperrt komplett die Sicht. Menschen verlieren in ihrer eigenen Wohnung die Orientierung und geraten in Panik. Viele Menschen und besonders Kinder, welche die Gefahrensituation nicht einordnen können, reagieren falsch, wenn sie vom Rauch überrascht werden.
  • Völlig falsch ist, sich in Schränken oder unter dem Bett vor dem Rauch zu verstecken.
  • Völlig falsch ist, Türen zu Brandräumen zu öffnen, da hierdurch zum einen der Rauch sofort hereinkommt, und zum zweiten der Rauch durch die Sauerstoffzufuhr sofort explodieren kann.

Wo installiert man Rauchmelder?

Rauchmelder in einem mehrstöckigem Haus.

Die Feuerwehr Füssen-Stadt hofft, Ihnen mit diesem Artikel die vielfach unterschätzte Gefährlichkeit des Brandrauches erläutert zu haben. Sollten Sie sich nach dem Lesen dafür entscheiden, Ihre Wohnung mit Rauchmeldern abzusichern, haben wir unser Anliegen erreicht. Denn wir als Feuerwehr haben nicht nur die Bekämpfung von bereits vorhandenen Gefahrensituationen zur Aufgabe, sondern besonders auch die vorbeugenden Maßnahmen, wie zum Beispiel den vorbeugenden Brandschutz.